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Geringe Akzeptanz des Corporate Governance Kodex bei den Prime Market-UnternehmenBeim BA-CA Investors Circle am 19. Oktober 2004 stellte Univ. Prof. Dr. Hanns F. Hügel die Ergebnisse einer Untersuchung des Corporate Governance-Verhaltens der im Prime Market der Wiener Börse notierenden Aktiengesellschaften vor:- Von 35 Gesellschaften des Prime Market haben sich nur 21 Gesellschaften - somit nur 60% - dem Österreichischen Corporate Governance Kodex ("ÖCGK") unterworfen. - Somit halten 14 Gesellschaften (40%) den Kodex nicht ein. Darunter befinden sich neun Gesellschaften (26%), die sich auf ihrer Website zum ÖCGK noch überhaupt nicht geäußert haben. "Österreich wird immer mit seinem engsten Handelspartner Deutschland verglichen, und der Corporate Governance-Vergleich fällt für Österreich leider nicht günstig aus: Denn fast alle DAX-Unternehmen haben sich dem deutschen Kodex unterworfen." Konstatiert Prof. Hügel. Und weiter: "Eine wesentliche Ursache dieses Unterschieds wäre leicht zu beheben. Österreich sollte - wie Deutschland - die Verpflichtung zur jährlichen Erklärung über die Unterwerfung oder Ablehnung des Kodex im Aktiengesetz einführen." - Bedenklich ist ferner, dass 24% der Gesellschaften in Abweichung von Regel C 69 des ÖCGK Aktienkäufe und -verkäufe von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern nicht auf der Website offenlegen wollen. Dazu Prof. Hügel: "Dadurch wird dem Markt ein wichtiges Signal über die Einschätzung der Aktie durch Käufe und Verkäufe der besonders sachnahen Organe der betreffenden Gesellschaft verwehrt, eine Information, die für den Anleger naturgemäß besonders wichtig wäre." Haarmann Hügel knüpft mit dieser Untersuchung zum Stichtag 01.10.2004 zwei Jahre nach dem In-Kraft-Treten des ÖCGK an eine gleichartige Untersuchung zum Stichtag 05.09.2003 an. Damals hatten sich nur 46% der Prime Market-Unternehmen dem ÖCGK unterworfen. Die Haarmann Hügel-Untersuchung aus dem Jahr 2003 wurde am 12.09.2003 von allen österreichischen Wirtschaftszeitungen, weiters von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14.09.2003 und von der Neuen Zürcher Zeitung vom 12.09.2003 zitiert. Die Haarmann Hügel-Studie entnehmen Sie bitte dem rechts angeführten Download. |
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